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Nehan-e

Geburtstag des Gründers (Koso Gotan-e) am 26. Januar

Der 26 Januar ist der Geburtstag von Dogen (der Gründer des Soto-zen). Dogen wurde in Kyoto am 2. Januar (26. Januar im Sonnenkalender) geboren. Am 26. Januar werden zwei Zeremonien zur Feier seines Geburtstages abgehalten, eine morgens und die andere am Nachmittag. Für die Morgenzeremonie wird eine Rolle mit einem Gemälde von Dogen im Hörsaal aufgehängt. Vor das Gemälde wird ein Eimer mit geweihtem Wasser gestellt, in dem Kräuter wie Aloe und Sandelholz gekocht wurden. Am Nachmittag findet die Dankesfeier (Ho-on Koshiki) statt. Besondere buddhistische Musik genannt shomyo wird als Ausdruck des Dankes gespielt.

Nirwana-Zeremonie zum Gedenken an den Tod des Buddha (Nehan-e) 15. Februar

An diesem Tag verstarb Shakyamuni Buddha nahe der Stadt Kushinagara am Ufer des Flusses Hiranyavati. Eine große Schriftrolle, die zeigt, wie der Buddha ins Nirwana einging, wird im Tempel aufgehängt und man hält eine Zeremonie ab, die dem Buddha gegenüber unsere Dankbarkeit ausdrückt.

Man sagt, dass der Buddha zum Zeitpunkt seines Todes auf einem Bett lag, das zwischen zwei Sala-Bäumen bereitet wurde – sein Kopf gen Norden, sein Gesicht gen Westen und seine rechte Hand als Kissen. Zu dieser Zeit blühten weiße Blumen an den Sala-Bäumen und fielen ständig herab.

Viele seiner Schüler, der König und seine Familie, Männer und Frauen jeden Alters, und sogar Vögel und Tiere versammelten sich und seufzten in Trauer. Der Buddha hielt seine letzte Rede, legte die fundamentale Wahrheit dar – selbst wenn der weltliche Körper stirbt, besteht Dharma ewig; um Buddha zu sehen, muss man Dharma sehen. Auf diese Weise lehrte er seine Schüler die Ordensregeln und zeigte ihnen, wie sie die Praxis des Buddha-Weges aufrechterhalten sollten. Diese Rede wird Yuikyogyo genannt, die letzte Lehre des Shakyamuni Buddha.

Nehan-Klöße

Bei der Nirwana-Feier werden in manchen Gegenden Japans seit langer Zeit Klöße hergestellt, entweder zuhause oder in Tempeln. Diese Klöße werden „Blumenklöße“ genannt. Man opfert sie zuerst dem Shakyamuni Buddha und verteilt sie dann unter den Menschen, die an der Feier teilnehmen.

Man sagt allgemein, dass Menschen, die diese Klöße essen, von Krankheit und Unglück verschont bleiben, und aus diesem Grund ist der Tempel an diesem Tag der Feier besonders gut besucht.