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O-misoka

Ereignisse zum Jahresende am 31. Dezember

Eiheiji:

Am 27. Dezember findet die Reisstampfzeremonie statt, und es wird eine große Menge an Reiskuchen hergestellt. Drei verschiedene Reiskuchen werden an diesem Tag zubereitet. Der erste ist ein Reiskuchen in der Form eines traditionellen Spiegels, der den buddhistischen Statuen, die im Tempel verehrt werden, geopfert wird. Der zweite ist ein Reiskuchen namens jubyo (wörtl. Reiskuchen für Langlebigkeit). Diese werden Zen-Meistern im Kloster mit den Wünschen für eine gute Gesundheit dargeboten. Der dritte Reiskuchen ist für die Mönche als Mahlzeit während der ersten drei Tage im neuen Jahr gedacht. Um sechs Uhr abends an diesem Tage versammeln sich die Mönche in der Tempelküche im Gebäude namens Kichijo-kaku. Nach Gebeten für eine gute Gesundheit Ihrer Lehrmeister und dem Rest des Tempels beginnen Sie das Stampfen von Reis. Mit vier großen Mörsern werden mehr als 500 Stücke hergestellt, von sehr groß bis klein. Dies ist ein ungestümes Ereignis, an dem die gewöhnlich ruhigen Mönche zum Leben erwachen und lächeln und rufen, während sie in einer mit weißem Mehl bedeckten Küche stampfen.

Ende Dezember findet eine Reihe von Jahresendveranstaltungen statt, wie Reiskuchenstampfen, Abstauben, Almosen für die Armen erbetteln und das Läuten der Neujahrsglocke. Der Gründer, Dogen, betete einst in seiner Neujahrspredigt, dass man die Meisterschaft in seiner Disziplin zum Jahresende erreicht haben soll, ansonsten sei die tägliche Übung der letzten 300 Tage umsonst gewesen: eine Erinnerung, dass jeder Tag wichtig ist.

Der Morgen des neuen Jahres in Eiheiji beginnt um 3 Uhr morgens. Die Mönche beginnen die Meditation kurz nach dem Aufstehen, und beginnen ihr neues Jahr mit einem tiefen Atemzug der frischen, kalten, fast schon frühlingsgeladenen Luft.

An den ersten drei Tagen des neuen Jahres findet eine Reihe von Neujahrszeremonien genannt shusho-e (wörtl. Neujahrszeremonie) statt. Am 1. Januar werden Sutren aus sechshundert buddhistischen Schriftrollen gesungen, und die Mönche beten für das Aufblühen des Dharma, Frieden in der Welt, Wohlstand der Menschen und Frieden der Nation. Am 2. Januar findet eine Feier statt, an der die große Prajna-paramita Sutra (Hannnya Kyo) gesungen wird, und am 3. Januar wird der Buddha gepriesen (Tanbutsu-e). Jeden Tag kommen mehr als zehntausend Verehrer um den Segen Buddhas zu erlangen.

Bis Mitte Januar finden solche Feiern wie das Jinjitsu-en statt (Unterhaltung von und durch die Mönche, die in Gruppen nach Schlafsaal eingeteilt sind), und die erste Kalligraphiefeier des Jahres statt. Besonders das Unterhaltungsereignis fasst die Atmosphäre des neuen Jahres zusammen, und zu diesem Ereignis werden die Persönlichkeiten der Mönche und die Stimmung jedes Schlafsaals gezeigt.

Sojiji:

Nach Ende der Großen Zazen-Woche im Dezember (Rohatsu sesshin), finden die Vorbereitungen für das neue Jahr wie Reinigung am Ende des Jahres, Reiskuchenstampfen und Vorbereitungen für das neue Jahr statt. Am Ende des Jahres betteln die Mönche um Almosen für die Bedürftigen. Die Mönche stellen ihr eigenes Schuhwerk her, womit sie eine feste Grundlage für Geist und Körper symbolisieren, und laufen durch die Stadt Tsurumi.

Am 31. Dezember müssen die Mönche bis 6 Uhr abends schlafen, und um 11 Uhr am gleichen Abend zum Läuten der Glocke wieder aufstehen, und für das neue Jahr bereit sein. Das Tor Mukai-karamon im chinesischen Stil, was normalerweise geschlossen ist, wird um viertel vor Mitternacht geöffnet und die Glocke beginnt zu läuten. Die Glocke läutet 108-mal, um die Auslöschung der weltlichen Begierden zu versinnbildlichen. Darüber hinaus darf jeder Besucher die Glocke einmal schwingen. Da dies eine Jahreszeit ist, an der unerwartete Ereignisse und Unglücke wahrscheinlicher sind, ist es eine gute Gelegenheit für die Besucher, die Glocke zu schwingen mit der Hoffnung, dass die weltlichen Begierden verschwinden und ihr neues Jahr ein gutes wird.

Um viertel nach Mitternacht am Neujahrstag findet die erste Zeremonie des Jahres namens Große Feier des Neuen Jahres (Hatsumode-daikitoukai) statt. Alle dem Tempel dienenden Mönche versammeln sich in der Gründerhalle und die Feier wird vom leitenden Zen-Meister geführt, der für die Sicherheit des Tempels, das Glück der Menschen und den Frieden für die Nation betet. Nach dieser Feier werden andere Zeremonien in den Tempelbezirken abgehalten, an Orten wie Koshakudai, wo Daikoku, der Gott des Wohlstands verehrt wird und Sanpo-den, wo Sanpo Daikojin, der Gott unseres Tempelgartens verehrt wird. Der 1. Januar ist erfüllt von den Stimmen von Mönchen, die buddhistische Sutren im Tempel erbringen.

Nach Neujahr kommt die kälteste Jahreszeit nach dem Mondkalender. Shokan (wörtl. kleine Kälte) beginnt Mitte Januar. Die Mönche sammeln Winteralmosen in der kältesten Jahreszeit bis zum 2. Februar. Während dieser Zeit wandern nach dem Nachmittagsgottesdienst mehr als 100 Mönche in Strohsandalen und traditionellen Handschuhen in die angrenzende Stadt Tsurumi, wo sie zwischen eineinhalb und zwei Stunden lang betteln.