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Predigten

April - Buddha's Geburtstagfeier von Issho Fujita

Der Zen-Meister Daichi (1289-1366) schrieb die Lyrik „Buddha's Geburt". Vermutlich wurde diese als „Kogo" oder Räucherwerk - Gebete für den Buddha's Geburtstagfeier, „Butsu Gotan-e" gedichtet.

„In Jambudvipa gibt est vierundachtzig tausend Schlösser. Ohne Schwert und Schild wird Frieden erzeugt.
Wir erfassen Gautama, einen unverschämten Dieb, im Leben. Also stören wir uns nicht, ihn mit einem Stock zu schlagen, wie Unmon einmal sagte. "

In der indischen Kosmologie, wird Jambudvipa als eine menschliche Welt betrachtet.

Man behauptet, dass diese mit 84,000 irdischen Wünschen gefüllt ist, welche uns Leid bringen. In diesen Versen werden diese irdischen Wünsche als „Schlösser" bezeichnet. Wir neigen zu denken dass es unsere Praxis ist, diese Schlösser anzugreifen und zu zerstören, indem wir glauben dass die Erweckung nur durch die Zerstörung aller irdischen Wünsche möglich ist.

Buddha wurde in Jambudvipa geboren, um uns zu lehrnen, dass dies nicht der Fall ist. Er zeigte uns den Weg eines friedlichen Lebens, ohne Gewalt gegen die Schlösser der irdischen Wünsche. Er lehrte niemals über Erfindung und Verwendung von Waffen, die der Zerstörung dieser Schlösser dienen. Wahrer Frieden ist nicht möglich, solange wir uns auf Waffen verlassen.

Der chinesische Zen-Meister Unmon warf einmal Buddha vor, dass er uns wie ein Dieb betrug, indem er über Täuschung und Aufklärung sprach, als würden diese separat existierten. So begann eine Art geistlicher Krieg gegen Täuschung, um der Erweckung willen. Laut Unmon, machte Gautama ungerechtfertigte Erklärungen nur um uns irrezuführen, so dass wir uns verhielten als wären wir im Krieg. „Wäre ich da gewesen, als Gautama geboren wurde, hätte ich ihm einen tödlichen Schlag verpasst, um den Frieden in den menschlichen Geist zurück zu bringen." (Natürlich ehrt er damit Buddha durch einen Vorwurf). Zen Meister Daichi sagt, dass wir, nur wenn wir Buddha lebendig erfassen, nicht mehr „Unmon's Schlag" üben müssen, um Buddha's Fehler zu korrigieren.

Wie ist es möglich, Frieden ohne Waffen zu schaffen? Wie erfassen wir Buddha im Leben?

Die Antwort ist die Sitzmeditation durch nur Sitzen, also denken aus dem tiefen Grund des Nicht-Denkens. Im zazen kämpfen wir nicht gegen das, was uns passiert. Wir wenden keine Methode oder Technik als Waffe an, um den Kampf zu gewinnen. Stattdessen akzeptieren wir es und wir lassen einfach los. Zazen dient dem „Waffenstillstand" um einen tiefsinnigen Frieden in sich selbst und in der Welt zu schaffen.

Während zazen, wird der „sitzende Buddha" auf lebendige Weise mit unserem ganzen Körper und Geist verwirklicht. In diesem Sinne wird in jeder Sekunde ein neuer Buddha geboren. So erfassen wir Buddha im Leben.

In dieser Lyrik über die Feier zur Geburt Buddhas, zeigt Zen Meister Daichi dass Buddha's Geburt in diese Welt idazu dient uns zu zeigen „wie wir Frieden in unser Leben bringen können, ohne gegen unsere irdischen Wünsche kämpfen zu müssen". Und er rät uns, dies durch zazen zu erreichen, indem wir „Buddha im Leben erfassen". Als der sechste Nachkömmling der japanischen Soto Zen Tradition(Eihei Dogen--Koun Ejo--Tettsu Gikai--Keizan Jokin--Meiho Sotetsu--Gida Daichi) versucht er eine Zusammenfassung der zazen - Bedeutung zu schaffen, indem er die Rolle von Buddha's Geburt beschreibt.

In unserer Soto Tradition begehen wir am 8. April Buddha's Geburtstagsfeier, um seine Geburt in Erinnerung zu bringen. Manchmal wird diese Feier „Hanamatsuri" - „Blumenfest" genannt, weil Buddha im Blumengarten in Lumbini geboren wurde. Neben einem feierlichen Zeremoniell und sutra - Sprechchören, gießen die Menschen ama-cha (ein Tee aus einer Art der Hortensie) auf eine kleine stehende Baby-Buddha-Statue in einem Pavillon mit blumendekoriertem Dach. Dieser Tag erinnert uns auch daran wie glücklich sind uns schätzen können in diese Welt als Menschen geboren worden zu sein, weil wir auf diese Weise die wunderschönen Lehren und Praxen von Buddha erfahren können.