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Predigten

September - Gedenkfeier der Zwei Gründer (Ryoso Ki) von Issho Fujita

Im Soto-shu ehren wir Shakyamuni Buddha, Koso Joyo Daishi (Dogen Zenji), Taiso Josai Daishi (Keizan Zenji) und Ichi Butsu Ryo So (Ein Buddha Zwei Gründer). Shakyamuni ist der Gründer des Buddhismus. Dogen ist der „Vater“, der das japanische Soto-shu gegründet hat und Keizan ist die „Mutter“, die es genährt hat. Diese drei Figuren werden zusammen auch Sanzon (Die Drei Geehrten) genannt. Sie sind unsere Reverenzobjekte.

Dogen Zenji, der Gründer von Eihei-ji, verschied am 28. August 1153 im Alter von 54 Jahren in Kyoto. Keizan Zenji, der Gründer von Soji-ji, verschied am 15. August 1325 im Alter von 58 Jahren in der Präfektur Ishikawa. Diese Daten basieren auf dem Mondkalender. Als diese Daten 1877 für den Sonnenkalender umgerechnet wurden, fielen ihre Todesdaten auf den selben Tag. Seitdem hat Soto-shu für den Tod der Zwei Gründer das Datum des 29. Septembers festgelegt.

An diesem Tag wird in den Soto-shu-Tempeln in Japan die Gedenkfeier der Zwei Gründer begangen, um sich an ihre Segnungen zu erinnern und unsere tief empfundene Dankbarkeit auszudrücken. Die Tiefe unserer Dankbarkeit wird in der Gedenkschrift der Zwei Vorfahren gut ausgedrückt, die während dieser Zeremonie laut vorgelesen wird.

…[Dôgen] überquerte zehntausend Meilen wogender Wellen, kehrte mit leeren Händen aus weiter Ferne heim und pflanzte die außerordentlichen Keimlinge von Tiantong [Rujing] an diesen sehr felsigen Ufern.

[Keizan] erhielt die Schale in der vierten Generation, aß die Mahlzeit mit seinem ganzen Körper und verpflanzte Eiheis [Dôgens] spirituellen Baum in die Hourglass Drum Woods.

Deshalb sind in diesem führenden Trainingszentrum für zukünftige Äbte die Vorzüge der alten Buddhas lange Zeit ehrfurchtsvoll gepriesen worden.

In diesem in Japan einzigartigen Zen-Kloster werden die Segnungen der Zwei Gründer immer noch vergolten.

Wir wissen genau: Die Schatzkammer der Erkenntnis des wahren Dharma, diese außerordentliche Zusammenstellung, hat die sanfte und subtile Methode unserer [Sôtô-] Vorfahren vorangebracht.

Der Bericht von der Übertragung des Lichts, dieser großartige Bericht, verkündet und verbreitet ihre aufgeschlossene Zen-Methode.

Es gibt bereits mehr als neunzig Kapitel großartigen Text; wie könnte es nicht 52 Generationen von Dharma-Lampen geben?

Das Wasser von den Strömen von Etsu fließt in die Crane Bay und begünstigt so weithin die drei Welten. Die Wolken von Kippô Peak [Eiheiji] umströmen den Berg Shogaku [Sôjiji] und versorgen alle Nationen...

Unter den Ritualen von Soto wird die Gedenkfeier der Zwei Gründer auf sehr gefällige und festliche Weise durchgeführt. Die Hauptgedenkfeier umfasst ein besonderes Teeopfer, die Sitzreihen werden verlassen, Räucherwerk (shuppan shôkô) wird abgebrannt und das Kapitel „Lebensdauer“ von Lotus Sutra wird im Herumgehen gesungen.

Die Gedenkfeier der Zwei Gründer ist eine gute Gelegenheit für uns, über die folgende Frage nachzudenken: Wie können wir als ihre Dharma-Nachfahren „ihre Segnungen vergelten“? Wir können ihre Lehren in unserem täglichen Leben ausdrücken. Aber was wollten sie den späteren Generationen übermitteln? Ist dies noch wichtig für uns? Wir leben jetzt in einer Welt, die von ihrem Tod fast 700 Jahre entfernt ist.

Beide lebten ihr Leben mit der Vision, das wahre Dharma zu verbreiten und alle fühlenden Wesen zu retten. Sie haben auch viele ausgezeichnete Schüler unterrichtet, die diese Vision fortführen sollten. Wir müssen ihren Fußstapfen folgen, so gut wir können.

Dogen und Keizan empfohlen uns sehr, ein Leben um die Ausübung von Zazen herum zu führen. Wir sollten kreativ sein und einen Weg finden können, solch einen Lebensstil in unserer eigenen Situation zu verwirklichen, ob wir Priester oder Laien sind, in einem Tempel oder einem normalen Haus leben, Mann oder Frau, jung oder alt sind.

Versuchen wir, regelmäßig einen Zeitpunkt für Zazen zu finden. Wenn wir Zazen zu einem wesentlichen Teil des täglichen Lebens machen, dann wird Zazen selbst beginnen, uns zu leiten.

Zazen bedeutet hier einfach, in einer aufrechten Stellung (ideal ist natürlich die traditionelle Stellung mit gekreuzten Beinen) an einem ruhigen Ort stillzusitzen, und wenn es auch nur kurz ist. Blaise Pascal sagte einmal: „Alles menschliche Übel kommt von einer einzigen Ursache, des Menschen Unfähigkeit, in einem Raum stillzusitzen“. Wenn er Recht hat, haben unsere Zwei Gründer eine wunderbare Methode vorgestellt, um diese Unfähigkeit zu überwinden!